Die heutige Struktur der Wohlfahrtspflege in Deutschland und in Hessen entwickelte sich in einer historischen Phase, in der Einwanderung und Vielfalt in der Bevölkerung eher die Ausnahme waren. In den letzten Jahrzehnten hat sich dieses Bild grundlegend gewandelt. Ethnische Vielfalt und Diversität der Glaubensrichtungen sind heute Normalität in unseren Städten. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.
Der gesellschaftliche Wandel stellt die soziale Wohlfahrtspflege vor neue Herausforderungen und veränderte Anforderungen. Kultur- und religionssensible Leistungen sind noch längst nicht überall zu finden. Gleichzeitig suchen migrantische Selbstorganisationen – vor allem aber muslimische Glaubensgemeinschaften – die Bedarfe von Migrant_innen und Muslim_innen mit eigenen Angeboten zu decken und dabei auch ihren gleichberechtigten Platz in der Landschaft der Träger der freien Wohlfahrtspflege zu erhalten.
Damit steht Deutschland am Anfang einer riesigen gesellschaftlichen und strukturellen Herausforderung. Vor einem Prozess, in dem sich das ‚Gesicht‘ der freien Wohlfahrtspflege möglicherweise grundlegend verändern wird.
Mit der Tagung am Samstag, den 14. März 2015, 10.30 – 16.00 Uhr, im Rathaus Wiesbaden soll ein Beitrag zur aktuellen Diskussion geleistet und Akteure des Prozesses an einem ‚Tisch‘ gebracht werden.
Die Tagung ist eine Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen (agah), dem Ausländerbeirat der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.
Auch Sie sind herzlich geladen, diesen Prozess mitzugestalten!
Das Programm sowie alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer. Um Anmeldung wird gebeten.
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