Ein Blick auf die aktuelle politische Debatte – nicht nur in Zeiten des Wahlkampfes – zeigt: rechtspopulistische Argumentationen und Aktionen sind längst kein Tabu mehr in Deutschland und finden zumindest bei Teilen der Bevölkerung zunehmend Akzeptanz. Hass als handlungsleitendes Moment der politischen Auseinandersetzung wird offen geäußert. Sichtbar wird dies nicht nur durch Organisationen wie PEGIDA und der AfD, sondern insbesondere durch die Verschiebung des politischen Diskurses in den Teil der Gesellschaft, der gern als „die Mitte“ beschrieben wird. Der Rechtspopulismus, so scheint es, ist gesellschaftsfähig geworden; entsprechende Studien belegen dies deutlich. Deutlich – und schmerzhaft für uns als Kirche ist auch: Rassismus ist dabei das Bindeglied zwischen der „Mitte“ der Gesellschaft und dem Neonazismus und auch Angehörige der christlichen Konfessionen betonen ihre „Etabliertenvorrechte“ bzw. stimmen Minderheiten ausgrenzenden Aussagen zu. Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, sich mit den aktuellen Entwicklungen des Rechtspopulismus, des Rechtsextremismus und der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zu befassen. Der Fachtag will hierzu einen Überblick geben, Handlungserfordernisse formulieren und Impulse für eine Sprachfähigkeit sowie Argumentations- und Handlungsmöglichkeiten gegen menschenverachtendes, ausgrenzendes Verhalten aufzeigen. Der Fachtag der Caritas richtet sich an Mitarbeitende aus (Fach-) Verbänden, Diensten und Einrichtungen des Verbandes, an Vertreterinnen und Vertreter und Mitarbeitende des BDKJ sowie weitere Interessierten. Anliegend finden Sie die Einladung zum Fachtag mit Tagungsprogramm und Anmeldeformular. Bitte nehmen Sie Ihre Anmeldungen zur Veranstaltung bis spätestens 06. Mai 2016 bei der BDKJ- Geschäftsstelle vor.
Information:
Peter Goike Referent
Deutscher Caritasverband e. V.
Abteilung Soziales und Gesundheit
Referat Kinder, Jugend, Familie und Generationen
Karlstraße 40
79104 Freiburg
Tel. +49 761 200 – 223
Fax +49 761 200 – 634
E-Mail peter.goike@caritas.de
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