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Starkregen und Kommunale Vorsorge

Das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung, angesiedelt beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), hat zu Beginn des Jahres 2015 ein Projekt „KLIMPRAX (Klimawandel in der Praxis) – Starkregen und Katastrophenschutz in Kommunen“ initiiert. Partner dieses Projekts ist u. a. der Hessische Städte- und Gemeindebund. Die Geschäftsstelle hat als Kooperationspartner das für Städte und Gemeinden bedeutsame Projekt durch intensive Mitarbeit unterstützt. Eines der Hauptziele des Projektes war es, die Hessischen Kommunen bei der Anpassung an potenziell zunehmende Starkregenereignisse zu unterstützen.

Die Projektergebnisse sind nun online verfügbar: www.hlnug.de/?id=11199 

 

Die Broschüre „Schäden durch Starkregen vermeiden“ kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden:

 

https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/klimprax/starkregen/Schaeden-durch-Starkregen-vermeiden2020.pdf 

 

Darüber hinaus ist auf der Internetseite des HLNUG die hessenweite Starkregen-Hinweiskarte (als pdf und gis-download) als auch Informationen zu den im Projekt entwickelten Methoden und Datengrundlagen der kommunalen Fließpfad- und Starkregen-Gefahrenkarten veröffentlicht.

Aus kommunalen Fließpfadkarten ergibt sich, welche Straßen oder Plätze bei Starkregen besonders gefährdet sind. Genauso ergibt sich, ob in der Kommune kritische Bereiche, wie z. B. Krankenhäuser, Altenheime etc. in einem Überflutungsbereich liegen oder starke Handneigungen bei landwirtschaftlichen Flächen dazu führen, dass Wasser in die Ortslage fließt.

Diese im Vergleich zu der Starkregen-Hinweiskarte deutlich detaillierteren Fließpfadkarten können von allen hessischen Kommunen beim Hessischen Landesamt für Umwelt-, Naturschutz und Geologie beantragt werden.

Auf der Website des Landesamtes wird hierzu Folgendes ausgeführt:

„Zunächst sollte die Kommune selbst einschätzen, ob die Erstellung einer Fließpfadkarte für bestimmte Ortsteile sinnvoll erscheint. Wir empfehlen, Fließpfadkarten vor allem für ländlich geprägte kleinere Ortslagen, deren Umfeld durch größere Geländeunterschiede geprägt ist. Wenn keine oder nur sehr geringe Hangneigungen vorhanden sind, wird auch die Aussagekraft der Fließpfade gering bleiben. Wenn das (in den Fließpfadkarten nicht berücksichtigte) Kanalnetz einen erheblichen Teil des Wassers ableitet, ist auch hier die Aussagekraft der oberirdischen Fließpfade gering.

Basierend auf dieser Ersteinschätzung kann die Kommune eine Anfrage an das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung richten, die das gewünschte Untersuchungsgebiet enthält. Bitte melden sie sich dazu unter: Starkregen@hlnug.hessen.de

Die Fließpfadkarten werden als GIS-Produkte oder als pdf (bei Bedarf auch gedruckt) zu Verfügung gestellt.“

Bei der Erstellung der Fließpfadkarten werden durch das HLNUG bereits vorliegende Daten ausgewertet. Eine Ortsbegehung mit Verifizierung erfolgt nicht. Das HLNUG erhebt eine Aufwandsentschädigung für die Erstellung der Fließpfadkarten (10 EUR/Quadratkilometer).

Kommunale Fließpfadkarten enthalten nicht alle den Abfluss des Wassers beeinflussende Faktoren (zum Beispiel sind keine Kanalnetze enthalten). Je nach Gefährdungslage kann daher die zusätzliche Erstellung einer Starkregen-Gefahrenkarte empfehlenswert sein, die auf einer umfassenden Datengrundlage basiert. Hierfür können Fördergelder im Rahmen der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekten sowie von kommunalen Informationsinitiativen beantragt werden. Die Förderhöhe liegt für Klima-Kommunen bei 100% für alle anderen Kommunen bei 80%.

 

Wir bitten um Kenntnisnahme.

 

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