Sicherheit
2.1 Hg/Sie
Ein bundesweites Konzept zur Krisenbewältigung stellen die sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürme (KatLeuchttürme) dar. Seit 2015 haben verschiedene Kommunen und Länder diese Notfallanlaufstellen eingerichtet. Sie dienen dem Schutz, der Versorgung und der Information der Bevölkerung in Notlagen wie Stromausfällen und sind folglich ein Baustein kommunaler Krisenresilienz.
Eine Studie im Auftrag des EU-geförderten ISF-Projekt „Warnung der Bevölkerung“, hat erste wichtige Erkenntnisse zur Nutzung dieser Leuchttürme geliefert, in dem Sie die Erfahrungen verschiedener Kommunen auswertete. Ein Beratungsunternehmen führte hierzu Interviews durch und entwickelte auf Basis der Auswertung Empfehlungen für einen erfolgreichen Betrieb der Notfall-Anlaufstellen – ein Thema, das für Städte und Gemeinden zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die zentralen Ergebnisse der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vorgestellten Studie, zeigen ein heterogenes Bild: Die bestehenden KatLeuchttürme weisen eine große Vielfalt in ihrer Ausgestaltung auf. Die Leuchttürme sollen in bevölkerungsschutzrelevanten Notfällen als zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung dienen. Hier kann Erste Hilfe geleistet und Trinkwasser bereitgestellt werden. Auch die Nutzung als zeitlich begrenzte Wärmeinsel ist möglich. Zwar wird das Konzept in den meisten Bundesländern umgesetzt, doch mangelt es bisher an umfassenden praktischen Erfahrungen und auch der Einbezug in Übungen ist erst in wenigen Fällen erfolgt. Ein weiterer wichtiger Punkt: Das wichtige Thema Bevölkerungswarnung ist bislang nur selten integraler Bestandteil der KatLeuchttürme.
Die Studie kommt zu einem positiven Ergebnis für die Nutzung von KatLeuchtürmen und weist eine hohe Akzeptanz für sie bei den Bürgerinnen und Bürgern nach. Der Aspekt der Warnung soll bei der weiteren Etablierung des Konzepts mitbedacht und die Leuchttürme daher in die lokalen Warnkonzepte eingebunden werden. Diese und weitere Ergebnisse der Studie können wertvolle Impulse für Kommunen liefern, die dabei sind, ihre Katastrophenschutzmaßnahmen weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen: www.bbk.bund.de / Studie „Katastrophenschutz-Leuchttürme“
Wir bitten um Kenntnisnahme.
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