Hilft der Bund bei Personalengpässen in Kitas? – Diese Meldung zirkulierte in den Medien. Kurz zusammengefasst: Ja, aber nur im Rahmen bestehender Förderungen für Sprach-Kitas und „Respect Coaches“.
Im Einzelnen teilt unser Bundesverband, der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) mit:
„Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ fördert das BMFSFJ die sprachliche Bildung als Teil der Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung. Für jede Sprach-Kita fördert das Programm eine pädagogische Fachkraft im Umfang von einer halben Stelle zusätzlich zum Regelbetrieb der Kita. Die zusätzliche Fachkraft mit Expertise im Bereich sprachlicher Bildung entwickelt mit dem Team in der Kita Konzepte für die alltagsintegrierte sprachliche Bildung und sorgt gruppenübergreifend für ihre Umsetzung. Aktuell werden aus Mitteln des Bundesprogramms 7429 zusätzliche Fachkräfte in Sprach-Kitas und 534 begleitende Fachberatungen jeweils im Umfang von einer halben Stelle gefördert. Damit ist mehr als jede achte Kita in Deutschland eine Sprach-Kita.
- Im Programm „Respekt Coaches” kommen bundesweit an rund 400 Kooperationsschulen 400 Respekt Coaches zum Einsatz. Die Respekt Coaches sind Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und unterstützen die Schulen bei der Etablierung demokratischer Bildungsprozesse und bieten Kurse und Workshops- auch in Zusammenarbeit mit externen Trägern- gegen Extremismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit an.
- Das Bundesfamilienministerium hat den Sprach-Kitas, ihren Trägern sowie den Trägern der Fachberatungen mit Schreiben vom 14.01.2022 angeboten, die geförderten Fachkräfte und Fachberatungen für einen Zeitraum von sechs Wochen auch in anderen Arbeitsbereichen der Sprach-Kitas (z. B. im Gruppendienst oder in koordinierenden Funktionen) einzusetzen. Ziel der Maßnahme ist es, den Trägern und Einrichtungen mehr Flexibilität zu ermöglichen und so zur Aufrechterhaltung des Kita-Betriebs in pandemiebedingten Notsituationen beizutragen.
- Aufgrund der aktuellen Notlage ist den Ländern bzw. den Schulen, die am Programm teilnehmen, angeboten worden, ab sofort und für einen Zeitraum von sechs Wochen das Personal im Programm „Respekt Coaches“ zur Entlastung der Schulsozialarbeit einzusetzen, um den Regelbetrieb an den Schulen aufrechterhalten zu können. Es geht dabei nicht um die Übernahme von Unterricht, sondern um die Unterstützung bei den klassischen Einsatzfeldern der Schulsozialarbeit: Sozialpädagogische Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, Durchführung von Arbeitsgemeinschaften zu bestimmten Themen und ggfs. auch Krisenintervention.”
Wir bitten um Kenntnisnahme.
