Die DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V., der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V. und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima haben eine gemeinsame Verbändeempfehlung zum Thema „Hygienisch sicheres Arbeiten an Abwasserleitungen“ erarbeitet.
Aktuellen Pressemeldungen zu Folge haben Forscher im März 2020 erstmals das Virus Sars-CoV-2 im Abwasser einer (niederländischen) Gemeinde gefunden. In diesem Kontext wurde nun gefragt, wie sicher es derzeit ist, Arbeiten an kommunalen Abwasserleitungen durchzuführen.
Der Verbändeempfehlung ist Folgendes zu entnehmen:
Nach aktuellem Kenntnisstand werden Corona-Viren durch Tröpfcheninfektion übertragen. Inwiefern Abwasser infektiös sein kann, hängt stark von der Überlebensfähigkeit der Krankheitserreger ab. Dazu gibt es leider im Falle des Erregers SARS-CoV-2 noch nicht genügend Informationen. Allerdings ist im Abwasser generell eine Vielzahl von Keimen und Krankheitserregern enthalten. Das erfordert schon im Regelfall eine besondere Vorsicht.
Nach allen derzeit den Verbänden vorliegenden Informationen besteht kein erhöhtes Infektionsrisiko mit dem neuen Corona-Virus, wenn die gängigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden: Dazu zählen das Tragen von Schutzbekleidung und häufiges Händewaschen. Außerdem sollte der Hautkontakt mit Abwasser oder das Verschlucken von Abwasser komplett vermieden werden.
Weitere Informationen und das Verbändepapier können im Internet unter www.dwa.de abgerufen werden.
(Quelle: DStGB – Umwelt und Städtebau – 1520 vom 09. April 2020)
