Startseite Betrieb der Impfzentren endet laut Innenministerium zum 30. September

Betrieb der Impfzentren endet laut Innenministerium zum 30. September

Die Task Force Impfkoordination des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) teilt mit:

„Die 28 Impfzentren in unserem Land leisten seit Beginn der Impfaktion im Dezember 2020 hervorragende Arbeit. Das Wirken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Impfzentren und mobilen Impfteams ist angesichts der Komplexität des Themas, der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und nicht zuletzt aufgrund des enormen öffentlichen Interesses umso höher zu bewerten. Mit dem nunmehr sechs Monate währenden großartigen Engagement haben die Impfzentren und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in ihnen einbringen, den Weg für einen bis dato höchst erfolgreichen Verlauf der hessischen Impfkampagne geebnet. Nach dem Einstieg der Hausärzteschaft im Mai sowie der Einbindung der Betriebsärzte wird die hessische Impfkampagne nunmehr von drei Säulen getragen. Die Impfzentren sind jedoch nach wie vor unverzichtbar, um sicherzustellen, dass verfügbare Impfdosen auch schnellstmöglich eingesetzt werden können, um die Bevölkerung vor dem Corona-Virus zu schützen. Gleichwohl hat das Land Hessen bereits vor Beginn der bundesweiten Impfkampagne unterstrichen, dass es sich dabei um temporäre Einrichtungen handelt. Das Ziel war und ist eine Regelversorgung durch die Ärzteschaft. Mit anderen Worten: Die Impfzentren sollen so lange betrieben werden, wie sie benötigt werden. Der Bund hat eine Finanzierung bis Ende September 2021 zugesagt. Das Land und der Bund teilen sich dabei die Kosten zu je 50 Prozent.

Das Land Hessen hat nunmehr entschieden, dass ein Betrieb der Impfzentren über den 30. September 2021 hinaus nicht erfolgen wird.

Bleibt es bei Impfstoffzuweisungen in der aktuellen Größenordnung von rund 180.000 Dosen pro Woche für die hessischen Impfzentren und müssten die aktuell rund 475.000 Registrierten, die bislang noch keinen Termin erhalten haben, auch tatsächlich ausschließlich in den Impfzentren geimpft werden, wird den derzeit Registrierten der Priorisierungsgruppe 3 voraussichtlich bis Ende Juni ein Impfangebot gemacht werden können.

Aufgrund des parallelen Impfgeschehens auch durch die Haus-, Privat- und Betriebsärzte wird sich dies voraussichtlich weiter beschleunigen. Mit Blick auf die Ankündigungen des Bundes ist zudem vorsichtig davon auszugehen, dass der Impfstoffzulauf noch im Juni dieses Jahres deutlich ansteigen wird, was vor allem den Ärzten in der Regelversorgung sowie den Betriebsärzten zugutekommen soll.

Vor diesem Hintergrund ist absehbar, dass die hessischen Impfzentren mit zunehmendem Impffortschritt voraussichtlich zum Ende des August bzw. Anfang September deutlich weniger nachgefragt werden, weil zum einen ab diesem Zeitpunkt bereits ein Großteil der Impfwilligen eine Impfung bzw. ein Impfangebot erhalten haben wird und zum anderen die von Anfang an geplante Überführung des Impfprozesses in die Regelversorgung greift bzw. sich auch über diese ein entsprechendes Impfangebot etabliert hat.

Die Impfzentren sollen daher bis spätestens 30. September 2021 geschlossen werden. Dabei soll grundsätzlich allen Menschen, die im Impfzentrum ihre Erstimpfung erhalten haben, auch dort die Zweitimpfung angeboten werden, um sicherzustellen, dass die Impfserien zuverlässig abgeschlossen werden.“

Wir bitten um Kenntnisnahme.

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