Startseite Befahrung von Rad-, Wirtschafts- und Feldwegen; Schaffung eines Rad-Hauptnetzes Hessen

Befahrung von Rad-, Wirtschafts- und Feldwegen; Schaffung eines Rad-Hauptnetzes Hessen

Am 10. April 2019 hat Herr Minister AI-Wazir auf dem Nahmobilitätskongress das Rad-Hauptnetz Hessen (www.schneller-radfahren.de) vorgestellt. Mit dem Rad-Hauptnetz Hessen gibt es erstmals eine landesweite hierarchische Netzplanung für den Alltagsradverkehr. Das Rad-Hauptnetz wird durch die landesweiten touristischen Hessischen Radfernwege ergänzt. Die konzeptionelle Erarbeitung hat unter intensiver Beteiligung der Gemeinden, Städte und Landkreise sowie Vertretern von Interessensverbänden und regionalen Akteuren 2018 stattgefunden. Grundlage für die Netzplanung waren dabei vorhandene Daten und Erfahrungswerte von den Akteuren vor Ort.

Das Rad-Hauptnetz Hessen ist ein Zielnetz von ca. 2.900 km Länge und verläuft auf Infrastruktur in Baulast des Bundes, des Landes und der Kommunen. Darüber hinaus ist als Ziel formuliert worden, dass alle Verbindungen des Rad-Hauptnetz Hessen – unabhängig von der Baulast – den Qualitätsstandards für Radverbindungen in Hessen entsprechen sollen

(https://www.nahmobil-hessen.de/unterstuetzung/planen-undbauen/schneller-radfahren/musterloesungen-und-qualitaetsstandards/).

Um dieses Ziel zu erreichen, soll in einem ersten Schritt der Zustand der Infrastruktur auf dem das Rad-Hauptnetz verläuft, erfasst und technisch bewertet werden. Eine Zustandserfassung und -bewertung der Radverkehrsinfrastruktur entlang der Bundes- und Landesstraßen wird aktuell durch Hessen Mobil durchgeführt. Damit eine einheitliche Grundlage für die Erfassung und Bewertung des Zustands des Rad-Hauptnetzes und der Hessischen Radfernwege gewährleistet werden kann, müssen gleiche technische Kriterien und Verfahren, unabhängig von der Baulast, angewandt werden.

Um das Vorgehen zu einer einheitlichen Zustandserfassung und -bewertung des gesamten Rad-Hauptnetzes sowie den Hessischen Radfernwegen und unabhängig von der komplexen Frage der zuständigen Baulast, zu ermöglichen, ist beabsichtigt eine einzelne komplette Befahrung zur Zustandserfassung und -bewertung an den Hessischen Radfernwegen sowie den Verbindungen des Rad-Hauptnetzes in der kommunalen Baulast durch Hessen Mobil zu beauftragen.

Die AGNH sieht in dem Vorgehen verschiedene Vorteile und Synergieeffekte, wie geringerer Koordinierungsaufwand zwischen zahlreichen Akteuren sowie einheitlich konsistente Daten. Darüber hinaus lassen sich mit einer Einzelbeauftragung Kosten und Arbeitsaufwand in erheblichen Ausmaße reduzieren. Zudem wird durch eine einzelne Beauftragung und dem damit verbundenen vereinfachten Verwaltungshandeln der Verwaltungsaufwand insgesamt deutlich reduziert. Eine finanzielle Beteiligung der Kommunen an den Gesamtkosten zur Zustandserfassung und -bewertung des Hessischen Radhauptnetz ist nicht vorgesehen. Viel mehr ist das Ziel, die erhobenen Daten über eine Datenbank den Kommunen im Rahmen der AGNH zugänglich zu machen. Es ist beabsichtigt, die Leistung zeitnah Auszuschreiben, so dass die Befahrung noch in diesem Jahr beginnen und im Herbst 2020 abgeschlossen werden kann.

 

Wir bitten um Kenntnisnahme.

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