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Aktuelle Positionspapiere des DSTGB zu Einzelhandel und Wohnungsbau veröffentlicht

In zwei aktuellen Positionspapieren nimmt der DStGB zu den kommunalen Herausforderungen in den Bereichen „Innenstädte und Einzelhandel“ sowie „Wohnungsbau“ Stellung. Die Positionspapiere können auf der DStGB-Homepage abgerufen werden. 

„Innenstädte und Einzelhandel“

Der Einzelhandel befindet sich – nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie – in einem massiven Umbruch. Der demografische Wandel, ein immer stärker boomender Onlinehandel, die Ausdünnung der Nahversorgung sowie neue Trends im Einkaufsverhalten bewirken eine Erosion des inhabergeführten und stationären Einzelhandels. Insbesondere durch den zeitlich wie regional grenzenlosen Onlinehandel konkurriert jedes Einzelhandelsgeschäft in unseren Innenstädten mittlerweile mit der ganzen Welt. Folgen sind vielerorts steigende Leerstände und damit verbunden ein „Ausbluten“ unserer Innenstädte und Ortskerne. Handelsexperten rechnen in Folge der Corona-Pandemie mit der Schließung von bis zu 50.000 Einzelhandelsstandorten.

Im Positionspapier „Innenstädte stärken“ zeigt der DStGB zahlreiche Handlungsfelder auf, die für eine Vitalisierung unserer Innenstädte und Ortskerne von elementarer Bedeutung sind. Grundsätzlich gilt: Nur im Zusammenwirken aller Innenstadtakteure – einschließlich der Eigentümer von Handelsimmobilien – wird es gelingen, die Innenstädte als zentrale Orte des Handels, der Begegnung und der Kommunikation vor dem „Ausbluten“ zu retten. Das Positionspapier kann unter www.dstgb.de (Rubrik: Publikationen / Positionspapiere / Allianz für Innenstädte) abgerufen werden.

„Wohnungsbau“

Auch zum Thema Wohnungsbau hat der DStGB ein aktuelles Positionspapier veröffentlicht. Um den vielen Wohnungssuchenden bezahlbare Wohnungen anbieten zu können, bedarf es einer langfristigen Wohnungsbauoffensive mit vielen Maßnahmen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat im Jahr 2019 ermittelt, dass der sehr hohe Bedarf bis zum Jahr 2020 (385.000 Wohnungen jährlich) zwar etwas zurückgehen, aber auf hohem Niveau verbleiben wird. Der Baubedarf wird sich auf jährlich 283.000 (2020 bis 2035) Wohnungen nur geringfügig verringern.

Nötig sind daher sowohl der Bau von Mietwohnungen als auch von Wohnungen im Eigentum. Die von der Bundesregierung und vielen Verbänden, einschließlich des DStGB, erarbeiteten Empfehlungen des „Bündnisses für bezahlbares Bauen und Wohnen“ müssen daher nun zügig umgesetzt werden. Weitere Einzelheiten können dem Positionspapier entnommen werden: www.dstgb.de (Rubrik: Publikationen / Positionspapiere / Bezahlbaren Wohnraum schaffen).

 

(Quelle: DStGB – Städtebau, Vergabe und Umwelt – 2620 vom 26. Juni 2020) 

 

 

Abteilung 2.2 –Wb/KP/Go                                                   

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