In vielen Städten, Landkreisen und Gemeinden haben die dort erarbeiteten Integrationskonzepte aufgrund der angebotenen zahlreichen sinnvollen Integrationsmaßnahmen eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Integrationspolitik geschaffen.
Seit einigen Jahren verändern sich die integrationspolitischen Rahmenbedingungen jedoch in einem Maße, das zum Zeitpunkt der Erstellung vieler dieser Integrationskonzepte in seiner qualitativen und quantitativen Dimension noch nicht absehbar war. So hat sich das globale Wanderungsgeschehen in den vergangenen Jahren erheblich ausdifferenziert, kommen Flüchtlinge und Asylsuchende auf der Suche nach Schutz aus immer mehr Regionen der Welt und bringen unterschiedlichste kulturelle und religiöse Identitäten und Potenziale mit.
Darauf muss die kommunale Integrationspolitik konzeptionell reagieren und bei der Erarbeitung neuer integrationspolitischer Perspektiven zusätzlich auch das Handlungsfeld Flüchtlinge neu in die Integrationspolitik einbeziehen, um über die Gewährleistung menschenwürdiger Aufnahmebedingungen hinaus vor allem Menschen mit Bleibeperspektive auf dem Weg in unsere Gesellschaft wirksam zu unterstützen und die kommunalen Auswirkungen des Zuwanderungsprozesses aktiv zu gestalten.
In der vom Deutschen Institut für Urbanistik gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden und der gastgebenden Stadt Mannheim durchgeführten Veranstaltung wird daher auch anhand konkreter Beispiele aus der Praxis u. a. aufgezeigt und erörtert
- welche Ziele mit den bisher vorliegenden Integrationskonzepten erreicht werden konnten
- in welchen Teilen diese Integrationskonzepte angepasst werden müssen, um auch in der aktuellen Flüchtlingssituation Grundlage erfolgreicher Integrationspolitik sein zu können
- welche Akteure in den Städten, Landkreisen und Gemeinden an der Erarbeitung neuer integrationspolitischer Perspektiven beteiligt werden sollten
- welche konkreten Maßnahmen und Strategien erforderlich sind, um Flüchtlinge und Asylsuchende erfolgreich zu integrieren
- welche Bedeutung Netzwerke für die Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt haben
- welche Strategien sich für die Steuerung ehrenamtlicher Tätigkeit in der Flüchtlingsarbeit bewährt haben
- ob und wie das große Engagement aus der Flüchtlingsbewegung auch für die anderen Handlungsfelder der kommunalen Integrationspolitik genutzt werden kann.
Zielgruppen:
Fach- und Führungskräfte aus Kommunalverwaltungen, insbesondere aus den Bereichen Integration, Soziales, Jugend, Bildung, Stadtplanung, Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen, aus den Servicebereichen Personal, Finanzen und Organisation und aus den Steuerungsdiensten sowie für Ratsmitglieder.
Leitung: Dipl.-Volkswirt Rüdiger Knipp
Veranstaltungsort:
Stadt Mannheim, Ratssaal
Stadthaus N1
68159 Mannheim
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 13. April 2016 an:
