Zielsetzung der zum Ende des Jahres 2014 ausgelaufenen Vereinbarung war, die (allgemein-)medizinische Versorgung vor allem in ländlichen Regionen für die Zukunft sicher zu gestalten. Hierfür hat die für die Durchführung des Paktes gegründete Arbeitsgruppe, in die sich auch die Geschäftsstelle des HSGB aktiv eingebracht hat, verschiedene Maßnahmen ergriffen und Initiativen angestoßen. So wurde beispielsweise in mehreren Modellregionen die Ansiedlung von Allgemeinmedizinern durch ein Förderprogramm unterstützt, die Bildung regionaler Gesundheitsnetzwerke gefördert und die Aus- und Weiterbildung von Ärzten im Bereich Allgemeinmedizin erweitert.
Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass die Probleme der medizinischen Versorgung auch weiterhin bestehen und nicht auf den ärztlichen Bereich beschränkt sind. Der neue Hessische Pakt ist daher breiter angelegt und bezieht künftig auch stärker die pharmazeutisch Versorgung und die Pflege mit ein. Aus diesem Grund wurde der Kreis der Paktpartner um die Landesapothekerkammer, den Hessischen Apothekerverband, die Liga der Freien Wohlfahrtspflege und die bpa-Landesgruppe Hessen erweitert. Um gemeinsam weiter an den bestehenden Problemen zu arbeiten, haben die Paktpartner sich auf die nunmehr abgeschlossene Anschlussvereinbarung verständigt. Die für die kommenden Jahre zu behandelnden Themen sind:
- Initiativen zur Stärkung von sektorenübergreifenden Kooperationen
- Initiativen zur Sicherung der ärztlichen und pharmazeutischen Versorgung
- Initiativen zur Entwicklung und zum Ausbau von eHealth- und telemedizinischen Strukturen in Hessen
- Pflege zukunftsfest gestalten
- Willkommens- und Anerkennungskultur gestalten – bessere gesundheitliche und pflegerische Versorgung von und durch Menschen mit Migrationshintergrund
- Zugang zum Gesundheits- und Pflegesystem für Menschen mit Behinderung
Der Vertragstext sowie die Pressemitteilung des HMSI sind hier eingestellt.
