Gasthaus trifft Rathaus

Die Situation der hessischen Gasthäuser, insbesondere im ländlichen Raum, ist in den vergangenen Jahren immer schwieriger, zu Teilen prekär geworden. Während wir vor rund zwölf Jahren noch 3.000 Gasthäuser, Gaststätten und gutbürgerliche Restaurants in Hessen verzeichnen konnten, sind es mittlerweile nur noch 1.800, Tendenz fallend.

Konkurrenz- und Kostendruck, scheinbar endlos steigende bürokratische Belastungen, behördliche Auflagen, verändertes Gästeverhalten und der demografische Wandel tragen dazu bei, ein wertvolles Kulturgut unserer Gastronomielandschaft Stück für Stück von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Dabei haben Sie als Gastwirt auf längst nicht alle Faktoren überhaupt die Chance Einfluss auszuüben. Der Politik, ob auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene, geht es in vielen Bereichen nicht anders. Und doch spüren wir als Verband deutlich das hohe Bedürfnis der Gemeinden, ihre Gasthauskultur zu erhalten.

Es wurden in der Vergangenheit aus heutiger Sicht sicherlich an vielen Stellen Fehler begangen. Die hohen Subventionierungen der Bürgerhäuser, gastronomische Freifahrtscheine für die Vereine, aber auch manche Inflexibilität von Gastwirten haben die Gesamtentwicklung noch beschleunigt.

Die DEHOGA sieht es als Aufgabe an, alle Bereiche der verantwortlichen Politik sowie die Öffentlichkeit für das Gasthaussterben in Hessen nachhaltig zu sensibilisieren und Lobbyarbeit für die Gastwirte zu machen.

Es gibt gute Beispiele funktionierender Konzepte, Hand in Hand vor Ort, es gibt Hoffnung für die Zukunft unserer Gasthäuser und daher lohnt es sich besonders, anzupacken. 

Die Kampagne des DEHOGA Hessen „Gasthaus trifft Rathaus“ wird unterstützt und getragen vom Hessischen Tourismusverband (HTV) und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund (HSGB).

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