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Demografie-Dialoge für Kommunen und Landkreise

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Herausforderungen des demografischen Wandels und deren Bewältigung unter verstärkter Einbeziehung von Bürgerengagement werden für die Kommunen zu einem immer wichtigeren Thema. Die Prognosen zu Bevölkerungsrückgang, Alterung und Zuwanderung sowie der Wettbewerb der Regionen um Zuzug und Neubürger sind Stichwörter in diesem Kontext. Der demografische Wandel in Hessen wird sich zwar regional unterschiedlich auswirken, letztlich aber weitgehend alle Aufgabenfelder der kommunalen Daseinsvorsorge betreffen, insbesondere die Bereiche Bildung und Ausbildung, Arbeiten und Wohnen, Jugend und Familie, Zuwanderung und Integration, soziale Sicherung, Gesundheitswesen, Städtebau und städtische Infrastruktur, Verwaltung, Personalwirtschaft und Kultur.

Angesichts dieser weit reichenden Folgen sind gerade die Städte und Gemeinden dazu aufgefordert, für ihre Situation passende Handlungsstrategien und konkrete Gestaltungslösungen zu entwickeln. Angesichts knapper Kassen stehen sie hier vor einer ihrer zentralen Zukunftsaufgaben. Die Hessische Landesregierung lädt Gemeinde, Städte und Landkreise ein,  einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu führen, wie den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnet werden kann. Für die sogenannten Demografie-Dialoge stellt die Staatskanzlei insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung.  Seit Montag, 8. September 2014,  haben die Städte, Gemeinden und Landkreise die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung von bis zu 2.500 Euro pro Kommune zu erhalten. Die Bewerbungsfrist läuft bis einschließlich 17. Oktober 2014. Bewerbungen werden in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

Der Hessische Städte- und Gemeindebund hat sich mit Nachdruck für die Fortsetzung der Förderung eingesetzt. Allerdings sind die zeitlichen Teilnahmebedingungen sehr eng. Die geplanten Dialoge müssen noch im Jahr 2014 stattfinden. So ist es nicht zu empfehlen, größere Beteiligungsverfahren wie Leitbildprozesse  oder Zukunftswerkstätten anzusteuern. Diese Prozesse können Folge eines  Demografie-Dialogs sein. Vielmehr können die Fördermittel beispielsweise für Öffentlichkeitsarbeit, Tagungen, Analysen und Ideenwettbewerbe eingesetzt werden.

Dabei gibt es in den Städten keine Einheitslösungen und auch keinen Königsweg zur Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge und zur Gestaltung zukunftsfähiger Angebote. Vielmehr müssen individuelle Regelungen und Lösungen zum demografischen Wandel auf  lokaler Ebene gesucht werden, denn dort können die Handlungserfordernisse am verlässlichsten erkannt und am besten gebündelt werden.

Die Geschäftsstelle des Hessischen Städte- und Gemeindebund ist gerne bereit, die Mitgliedskommunen bei der Bewerbungsphase zu begleiten und steht für weitere Informationen und Erfahrungsbeiträge zum Demografie-Dialog zur Verfügung. Ihr Ansprechpartner ist in unserer Geschäftsstelle  Bernd Klotz, Durchwahl: 06108 / 6001 – 35, E-Mail:  B.Klotz@hsgb.de

Der Link zum Demografie-Dialog ist https://staatskanzlei.hessen.de/presse/pressemitteilung/landesweite-demografie-dialoge-50000-euro-fuer-20-lokale-Projekte

Freundliche Grüße

Karl-Christian Schelzke
Geschäftsführender Direktor

 

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