In den letzten Jahren ist in Hessen ein beispielhaftes Netz von bürgerschaftlichen Initiativen entstanden. In Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Haushaltsmittel haben die Bürgerinnen und Bürger die Notwendigkeit erkannt, in ihrer Kommune selbst “mit anzupacken”. In Hessen sind rund 2 Millionen Menschen ehrenamtlich tätig. Neben der freiwilligen Feuerwehr engagieren sich die Bürgerinnen und Bürger in Vereinen und Organisationen im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich. Viele Menschen wollen sich allerdings nicht mehr in fest gefügten Strukturen engagieren. Sie wollen vielmehr punktuell und auf Zeit mitarbeiten. Der Hessische Städte- und Gemeindebund möchte das in den Mitgliedskommunen bereits vorhandene bürgerschaftliche Engagement bekannt machen und den Anstoß, aber auch Unterstützung geben, dass in möglichst vielen Gemeinden und Städten der freiwillige Einsatz der Bürger gefördert wird.
„Die Hessinnen und Hessen sind überdurchschnittlich aktiv: Mehr als jeder Zweite engagiert sich in Freiwilligendiensten in unserem Land. Das verdient höchsten Respekt“, so Staatssekretär Michael Ruhl beim Hessentag in Fritzlar. Hier stand heute ehrenamtliches Engagement im Mittelpunkt: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Programme der LandesEhrenamtsagentur Hessen (LEAH) hatten sich versammelt, um das 20-jährige Jubiläum des Engagement-Lotsenprogramms zu feiern und die Abschlusszeremonie der #zukunftsmacher zu erleben. Staatssekretär Ruhl übergab die Zertifikate an die #zukunftsmacher und würdigte ihren ehrenamtlichen Einsatz: „Sie leisten einen unschätzbaren Beitrag für das Gemeinwohl und zeigen, dass wir gemeinsam stärker sind. Ich danke jedem Einzelnen von Ihnen!“ …
Städte und Gemeinden sind wichtige Impulsgeber bei der Unterstützung und Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Engagement und Ehrenamt sind Ausdruck von sozialem Zusammenhalt und demokratischer Teilhabe und nutzt die Lösungskompetenz der Menschen vor Ort.
Allerdings gibt es bis heute kein systematisches Wissen über die Art und Weise, wie die über 10.000 Kommunen der Bundesrepublik das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger fördern. Daher sollen erstmals systematisch Erkenntnisse über den Beitrag der Kommunen bei der Unterstützung von Engagement und Ehrenamt gewonnen werden.
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) führt noch bis zum 11. Juni 2024 eine entsprechende Umfrage durch. Für jede Stadt oder Gemeinde soll nur ein Fragebogen ausgefüllt werden! Die Beantwortung des Fragebogens dauert etwa 20 Minuten die Befragung erfolgt anonym. …
Träger von Beteiligungsprojekten können sich initiativ bewerben. Es ist auch für Dritte möglich, einen Träger unter Angabe des auszeichnungswürdigen Beteiligungsprojekts vorzuschlagen.
Auf Grundlage der Angaben im Bewerbungsformular erfolgt eine erste Vorauswahl durch den Vorstand des Kompetenzzentrums Bürgerbeteiligung e.V.
Aus den ausgewählten Finalisten wählt dann eine Jury, die sich aus dem Beirat des Kompetenzzentrums rekrutiert, in nicht öffentlicher Sitzung diejenigen Träger aus, die die Auszeichnung “Gute Bürgerbeteiligung” erhalten. Die Auszeichnung kann an mehrere Bewerber verliehen werden. …
Gestiegene Energiepreise belasten die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die ehrenamtlich geführten, gemeinnützigen Vereine und Institutionen existenziell. Die Landesregierung deshalb die Energiekostenhilfe für Vereine ins Leben gerufen. Dazu gibt es eine Übersicht mit wichtigen Fragen und Antworten. …
Falschinformationen im Internet sind eine Gefahr für die Demokratie. Sie können das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik, den öffentlichen Diskurs und die staatlichen Institutionen untergraben. Viele Menschen sind verunsichert. Was passiert, wenn nicht mehr zwischen belegbaren Fakten und manipulierten Informationen unterschieden werden kann? Wie schützen wir uns und unsere Demokratie vor Informationsmanipulation? …
Der Name ist Programm: in einem gut durchdachten Verfahren lassen die teilnehmenden Kommunen Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren über ein konkretes lokalpolitisches Thema entscheiden. Herzstücke sind dabei die Thementage, in denen Jugendliche ihre Ideen einbringen, und eine öffentliche Ratssitzung, in der die entstandenen Projekte Wirklichkeit werden.
Professionelle Prozessbegleitungen beraten die Kommunen auf dem Weg dorthin. Die Hertie-Stiftung bietet einen Austausch zwischen den teilnehmenden Kommunen, spannende Veranstaltungen und bezuschusst die Sachkosten mit 5.000 Euro. …